Tankstelle

Gedanken zum Auftanken


... im Juni 2017

 

 

„,Ein kleiner Waisenjunge namens Niko zog allein durch die Lande, immer auf der Suche nach Essen und einem Dach über dem Kopf – aber er suchte auch Antworten auf Fragen, die für einen so kleinen Jungen ungewöhnlich waren:

Ist es ein Naturgesetz, dass das Leben so schwer ist?

Dass wir stets auf der Suche sind nach etwas, was wir niemals finden können?

Oder machen wir Menschen uns vielmehr das Leben selbst schwer?

 

Eines Tages traf er einen alten Mann, der einen schweren Rucksack trug und ebenfalls unterwegs war. Niko hoffte, dass ihm der Alte wohl erklären könnte, warum sich Menschen so plagen und quälen müssen. Also gingen sie viele Tage lang gemeinsam weiter - ohne dass Niko Antworten auf seine Fragen bekam, und auch den Inhalt des Rucksacks hielt der alte Mann vor ihm verborgen.

 

Es kam der Tag, an dem der Alte das Ende seiner Lebensreise erreichte. Während der letzten gemeinsamen Stunden beantwortete er schließlich Nikos Fragen und lüftete auch das Geheimnis, was er in seinem Rucksack aufbewahrt hatte, den er auch jetzt nicht aus den Händen ließ:

‚In diesem Rucksack’, so sprach er, ‚habe ich all meine Selbstzweifel und Unsicherheiten, die Meinungen anderer Leute über mich, Enttäuschungen und unbedeutende kleine ärgerliche Alltagsdinge gesammelt. Ohne sie wäre mein Rucksack u so vieles leichter gewesen, hätte ich viel weiter gehen und Träume verwirklichen können, die ich mir immer wieder ausgemalt hatte. Doch viel zu oft habe ich aus Angst und Kleinmut eine falsche Entscheidung getroffen, und jetzt und hier habe ich das Ende meiner Reise erreicht.’

Bevor Niko lange Zeit später schlafen ging, lockerte er die Riemen, die den Rucksack mit dem alten Mann verbanden, sowie die Kordel, die ihn verschloss:

Der Rucksack, den er alte Mann so lange mit sich herumgeschleppt hatte, war leer!“

 

Es gibt Zeiten, da scheint es nur schlechte Nachrichten, unangenehme Begegnungen, alltägliche Ärgernisse und kleinlichen "Hick-Hack" zu geben. Das alles zieht uns runter, verursacht eine immer größer werdende Last negativer Gedanken, die alle in unseren "Lebensrucksack" 'reingestopft werden. Dabei haben so viele Dinge schon am nächsten Tag keinerlei Bedeutung mehr. Oder wir müssen erkennen, dass wir manchmal einfach nicht die Macht haben, bestimmte Dinge zu ändern!

 

Doch wir alle haben jederzeit und jeden Tag aufs neue die Macht zu entscheiden, was wir denken. Ob wir unseren "Lebensrucksack" mit leichten positiven oder schweren negativen Gedanken füllen.

 

Viele gute Gedanken für dich.

Eure Doris

... im Mai 2017

 

 "Alles neu macht der Mai" ... - wer kennt ihn nicht, diesen Spruch!

 

Gemeinhin gilt er für die jetzt im Frühling neu erwachende Natur - doch fühlt es sich nicht wunderbar an, auch im eigenen persönlichen Leben so eine Art Aufbruchstimmung zu spüren? Im Kleinen wie im Großen? Es geht ja nicht darum, das eigene Leben von Grund auf umzukrempeln, nein - es reicht ja vielleicht schon, mal einen neuen frischen und klaren Blick auf die eigene Lebenssituation zu werfen, auf sich selbst, seine Träume und Pläne. Sie gehen im Alltagstrott viel zu oft und viel zu schnell unter - dabei sind es doch gerade sie, die uns offen machen für neue Ideen, die uns inspirieren, auch mal etwas Neues zu wagen oder zu erleben, damit daraus wiederum etwas Neues, Unerwartetes entstehen kann, neue Erfahrungen, neue Erkenntnisse!

 

Das muss ja gar nichts Großes, Weltbewegendes sein - schon kleine Veränderungen im Denken oder Handeln werden mit einer nachhaltigen Wirkung auf das eigene Wohlbefinden belohnt: Vielleicht ganz bewusst mal das Handy für eine Weile ausschalten, im Home Office nicht als erstes nach dem Aufstehen den Computer einschalten, dem missmutigen Autofahrer neben mir an der Ampel ein freundliches Lächeln schenken, nicht darauf warten, dass sich ein alter Freund meldet, sondern selber den ersten Schritt tun ... ein offenes Ohr haben für fremde Erkenntnisse ... immer wieder - das kostet hier und da vielleicht Überwindung - aber der Lohn ist dafür um so größer.

 

Ich wünsche Ihnen/Euch einen beschwingten "Wonnemonat" mit viel Sonne "drinnen" und draußen und einer Portion Mut und Bereitschaft, Neues zu wagen!

Eure Doris

... im Februar 2017

 

Schweigend saß der Cherokee-Großvater mit seinem Enkel am Lagerfeuer und schaute nachdenklich in die Flammen. Nach einer Weile meinte der Großvater: „Das Flammenlicht und die Dunkelheit: Das eine gibt es nicht ohne das andere - wie die zwei Wölfe, die in unseren Herzen wohnen“.
Fragend schaute ihn der Enkel an.
Daraufhin begann der alte Cherokee seinem Enkel eine sehr alte Stammesgeschichte zu erzählen.


„In jedem von uns lebt ein weißer und ein schwarzer Wolf. Der weiße Wolf verkörpert alles, was wir an guten Eigenschaften, der schwarze, alles was wir an schlechten Gefühlen in uns tragen. Der weiße Wolf lebt von Gerechtigkeit und Frieden, der Schwarze von Wut, Angst und anderen unangenehmen Gefühlen.
Zwischen beiden Wölfen findet ein ewiger Kampf statt, denn der schwarze Wolf ist böse – er steht für negative Aspekte in uns wie z. b.B. Zorn, Neid, Trauer, Angst, Schuld, Lüge und viele andere Schattenseiten. 

Der andere, der weiße Wolf, ist gut – er verkörpert Freude, Friede, Liebe, Hoffnung, Freundlichkeit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Wahrheit und all das Lichte in uns.
Dieser Kampf findet auch in dir und in jedem anderen statt, denn wir haben alle diese beiden Wölfe in uns.“
Der Enkel dachte kurz darüber nach und fragte dann seinen Großvater:
 „Und welcher Wolf gewinnt?“
Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.“


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Doch der schwarze Wolf will ebenfalls wahrgenommen werden, verfügt er doch auch über gute Seiten, die dem weißen fehlen ... z.B. Durchsetzungskraft, Mut,  Furchtlosigkeit.  
Ich wünsche dir, dass du für dich immer eine Balance findest in dem Zwiespalt deiner Gefühle - zwischen dem weißen und schwarzen Wolf in dir.

Deine Doris

... im Januar 2017

 

Kennst du das auch? Immer zum Jahreswechsel haben die guten Vorsätze Hochkonjunktur. Doch leider verabschieden sie sich meistens auch heimlich, still und leise wieder ganz schnell - und lassen dich vielleicht frustriert, schlecht gelaunt und mit einem Gefühl des Scheiterns zurück.
Das muss aber nicht sein. Es gibt da nämlich ein echtes Powergefühl, das dir jederzeit zur Verfügung steht und das nur du selber für dich schaffen kannst: Dankbarkeit!
Sie ist so etwas wie ein Lebenselexier und führt dazu, dass du glücklicher, zufriedener und gelassener dein Leben gestalten kannst - was wiederum automatisch auch die Beziehungen zu deinen Mitmenschen verbessern kann.

Und wofür können wir also dankbar sein? Ganz einfach: Für alles!

Jeder besitzt viele materielle und immaterielle Dinge, über die es sich zu freuen lohnt. Aber die meisten von uns machen sich ihren Reichtum gar nicht bewusst, weil er so selbstverständlich geworden ist. Eines der besten Beispiele dafür ist wohl die Gesundheit, sowohl die körperliche als auch die seelische. Die eigene oder die eines Familienmitglieds, eines Freundes. Erst wenn wir oder ein uns nahestender Mensch krank werden, wird uns bewusst, was für ein kostbares Gut Gesundheit ist.

Und so geht es mit vielen Dingen: Erst wenn wir etwas verlieren, was wir als selbstverständlich angesehen haben, wird uns bewusst, wie dankbar wir doch für den Schatz hätten sein können, als wir ihn noch hatten.
Es gilt also, sich zunächst mal bewusst zu machen, was wir bereits alles an Gutem und Schönem besitzen, denn es ist doch so: Wenn du nicht weißt, wie reich du tatsächlich bist, dann siehst du immer nur, was dir angeblich alles zum Glück fehlt - und das führt auf direktem Weg in die Unzufriedenheit!

Gründe zum Dankbarsein gibt es viele: Ich selber beginne und beende jeden Tag mit einem inneren Monolog, in dem ich aufzähle, wofür ich dankbar bin: Zum Beispiel dafür, dass ich gesund und munter aufwache, es meinen Liebsten gutgeht, ich mich auch und gerade über sogenannte Kleinigkeiten freuen kann, für Liebe und Harmonie in der Familie, für Musik, für schöne Erlebnisse in der Vergangenheit, für die Fähigkeit, mit allen Sinnen erleben und genießen zu können – und sei es nur ein Becher dampfender Tee oder Kaffee, für  jeden neuen Tag ...
Und worüber kannst du dich freuen, worin besteht dein ganz eigener persönlicher Reichtum? Je öfter du ihn dir  bewusst machst, desto intensiver sind die damit verbundenen positiven Gedanken und Gefühle.
Für niemanden ist jeder Tag ausschließlich gut - aber jeder Tag hat irgendetwas Gutes, und sei es noch so klein!
 
In diesem Sinne wünsche ich dir viele Momente und Gelegenheiten, Dankbarkeit zu empfinden.

 

Deine Doris